5210 Windisch, 05 . Dezember 2019

Heizölpreise kaum verändert

Nach dem Preisanstieg von gestern Mittwochnachmittag handeln die Ölnotierungen heute Morgen früh leicht unterhalb der Vortageshochs und somit bleiben die Preise fast unverändert. 

Der Fokus liegt nun deutlich auf dem Treffen der OPEC. Den Hoffnungen auf Kürzungen zusätzlich zu den bisher vereinbarten 1,2 Mio. Barrel pro Tonne wurde am Mittwochabend ein Dämpfer versetzt. Der irakische Ölminister, der diese Möglichkeit Anfang der Woche ins Spiel gebracht hatte, ruderte wieder zurück und erklärte stattdessen am Mittwoch, er bevorzuge eine Verlängerung der derzeitigen Maßnahme um neun Monate, also bis Ende 2020. Zu einem starken Preisrutsch an den Ölbörsen führte dies jedoch nicht, vermutlich, weil der Vorschlag zusätzlicher Produktionskürzungen vom Irak, der seine Ölproduktion seit der Vereinbarung der Kürzungen im Dezember 2018/Januar 2019 sogar gesteigert hat, von vielen Marktteilnehmern ohnehin nicht als wirklich glaubwürdig eingestuft wurde.  

Ebenso fragwürdig die Drohung Saudi-Arabiens, die eigene Produktion wieder anzuheben, sollten die Partner aus der OPEC nicht endlich alle die vereinbarten Produktionsgrenzen einhalten. Schließlich liegt gerade Saudi-Arabien viel daran, die Preise zu stabilisieren, um letztlich auch beim teilweisen Börsengang des staatlichen Unternehmens Saudi-Aramco eine gute Bewertung für das Unternehmen und seine Anteilsscheine zu erhalten.  

In den kommenden Tagen wird nun erwartet, dass die „Phase 1“ des Handelsabkommens einen Lösungsansatz bringt.  Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag mitteilte, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er am Mittwoch, die Gespräche verliefen „sehr gut.“  

Zudem hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Die Unterzeichnung eines solchen Teilabkommens noch vor Jahresende, könnte den Ölnotierungen noch einmal deutlichen Schub geben, da damit die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage deutlich nachlassen würden.


Die Heizsaison ist nun wieder voll im Gange und die Temperaturen sinken in der Nacht bereits bis auf 0 Grad. Es ist darum sehr empfehlenswert, laufend die Kontrolle des Tankinhalts zu überprüfen.

 

> Dollarkurs: 0,9877 (07.30 Uhr)

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