Marktinformationen; Freitag, 30. Januar 2026   

Heizölpreise starten erneut fester 

An den internationalen Ölbörsen hat sich die jüngste Preisrally deutlich verschärft. Zur Wochenmitte beschleunigte sich der zuvor bereits bestehende Aufwärtstrend nochmals erheblich. Allein im Zeitraum von Dienstag bis Donnerstag-Abend verteuerten sich die Futures der Referenzsorte Brent um mehr als 4 US-Dollar je Barrel. Dies entspricht einem Preisanstieg von rund 6,4 Prozent und spiegelt eine deutlich gestiegene geopolitische Risiko­einpreisung wider.   

        

                                                                                         Aktuelle Lage am Markt

Auslöser der Bewegung ist vor allem die wachsende Nervosität der Marktteilnehmer im Hinblick auf eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Offenbar mehren sich die Befürchtungen, dass Washington gezielte Militärschläge gegen iranische Einrichtungen durchführen könnte. In einem solchen Szenario gilt es als wahrscheinlich, dass Teheran mit umfassenden Gegenmassnahmen reagiert. Dies würde die Stabilität der Ölversorgung aus dem Nahen Osten erheblich gefährden.

Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Strasse von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Jede Einschränkung oder Blockade dieser strategisch zentralen Tankerroute hätte unmittelbare Auswirkungen auf das globale Angebot und damit auf die Preisbildung. Entsprechend hat das Iran-Thema aktuell andere, eigentlich preisdämpfende Faktoren, wie die bestehende Überversorgung des Weltölmarktes oder wetterbedingte Förderausfälle, weitgehend in den Hintergrund gedrängt.

Ein weiterer wichtiger Faktor auf der Angebotsseite ist Venezuela. Der US-Ölkonzern Chevron plant, für den Abtransport des venezolanischen Rohöls eine umfangreiche Tankerflotte einzusetzen. Hintergrund ist die faktische Übernahme des venezolanischen Ölsektors durch die USA. Chevron verfügt über die notwendige Lizenz, um die maßgeblichen Fördermengen zu exportieren und international zu vermarkten.

Aussichten 

Heute Freitag-Morgen starten die Heizölpreise wieder mit Aufschlägen in den Tag. Es werden Aufwärtskorrekturen in einer Grössenordnung von ca. 50 Rappen per 100 Liter erwartet. Die Tendenz zeichnet sich ab, dass auch in den kommenden Tagen die Heizölpreise weiter anziehen können. Ausser den Bürozeiten ist es auch möglich, die Bestellung ONLINE aufzugeben.  

 

>  nächstes Update; Montag, 02. Februar 2026

 

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