Marktinformationen; Freitag, 20. Februar 2026
Heizölpreise mit weiteren Aufschlägen
.... und steigen somit auf Mehrmonatshoch
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern erneut deutlich
gestiegen. Angesichts der zunehmenden Kriegsgefahr im Nahen Osten erreichte Rohöl den höchsten Stand seit dem vergangenen Sommer 25’. Somit ziehen auch die Heizölpreise weiter deutlich an.
Aktuelle Lage am Markt
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran verschärft sich die Lage weiter. US-Präsident Trump hat Teheran ein 10-tägiges Ultimatum gestellt: Sollte in dieser Frist kein neues Abkommen zustande kommen, droht ein militärischer Angriff auf die Islamische Republik. In einem solchen Szenario wäre zu befürchten, dass die Strasse von Hormus, über die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs transportiert werden, zumindest zeitweise blockiert wird.
Vor diesem Hintergrund haben Marktteilnehmer die Risikoaufschläge erneut erhöht. Die Brent-Notierungen kletterten auf den höchsten Stand seit Ende Juli 25’ des vergangenen Jahres, die Gasöl-Futures erreichten ein Niveau wie zuletzt Ende November.
Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Preise durch die mit eintägiger Verzögerung veröffentlichten Lagerdaten des US-Energieministeriums (DOE). Diese fielen deutlich preistreibend aus: Die Rohölbestände sanken um 9 Millionen Barrel, bei Destillaten und Benzin wurden Rückgänge von 4,6 beziehungsweise 3,2 Millionen Barrel gemeldet. Gleichzeitig stieg die Gesamtnachfrage auf 21,6 Millionen Barrel pro Tag. Damit liegt sie derzeit rund 2 Millionen Barrel über dem Vorjahresniveau und sogar etwas höher als Mitte Februar 2024.
Auch im Ukraine-Krieg sind weiterhin keine Fortschritte bei Friedensverhandlungen in Sicht. Anhaltende Sanktionen und wechselseitige Angriffe könnten das globale Ölangebot zusätzlich belasten und die Preise somit weiter stützen.
Aussichten
Kurzfristig dürfte die Preisentwicklung vor allem von politischen Nachrichten (Kriegsangst im Iran) und konjunkturellen Signalen bestimmt werden, während mittelfristig strukturelle Trends, etwa die Energiewende und die Förderpolitik der OPEC stärker ins Gewicht fallen dürften. Heute starten die Heizölpreise mit weiteren Aufschlägen in den Tag.
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