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Marktinformationen FR/SA, 17./18. April 2026
Ölpreise mit moderaten Aufschlägen
Die Lage an den internationalen Energiemärkten bleibt stark vom Konflikt mit dem Iran geprägt. Im Zentrum steht dabei die strategisch wichtige Strasse von Hormus, eine der bedeutendsten Transportrouten für Rohöl weltweit. Solange diese Passage für Tanker nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar ist, bleibt die globale Ölversorgung unsicher.
Aktuelle Lage am Markt
Bereits jetzt gelangt weniger Öl auf den Weltmarkt, und weitere Engpässe sind nicht ausgeschlossen. Zusätzliche Risiken entstehen durch die anhaltende Seeblockade der USA, die den Transport weiter beeinträchtigen könnte. Der Iran hat zudem damit gedroht, auch den Schiffsverkehr im Roten Meer ins Visier zu nehmen. Diese Route wird aktuell verstärkt genutzt, um die Strasse von Hormus zu umgehen. Sollte auch dieser Ausweichweg wegfallen, könnten selbst grosse Förderländer Probleme bekommen ihre Exporte aufrechtzuerhalten.
Gleichzeitig richten sich die Hoffnungen vieler Marktteilnehmer auf mögliche diplomatische Fortschritte zwischen den USA und dem Iran. Eine Delegation hat kürzlich Vorschläge nach Teheran überbracht. Zwar gibt es Anzeichen für Bewegung, doch bestehen weiterhin erhebliche Differenzen. Frühere Verhandlungen sind trotz zeitweiliger Fortschritte mehrfach gescheitert. Ohne eine Einigung und ohne sichere Transportwege dürfte die Volatilität an den Ölmärkten hoch bleiben.
Auch aus den USA kommen wichtige Impulse: Die Lagerbestände an Rohöl und Treibstoffen sind zuletzt gesunken, was auf eine gestiegene Nachfrage im In- und Ausland zurückzuführen ist. Mit Blick auf die bevorstehende Reisesaison wächst jedoch die Sorge, dass hohe Kraftstoffpreise die Nachfrage dämpfen könnten.
Aussichten
Für die Schweiz bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: steigende Unsicherheit bei Energiepreisen. Da die Schweiz selbst kaum über eigene fossile Ressourcen verfügt und stark von Importen abhängig ist, wirken sich globale Störungen direkt auf die Inlandpreise für Treibstoffe und Heizöl aus. Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen müssen daher weiterhin mit schwankenden und tendenziell erhöhten Energiekosten rechnen.
Voegtlin-Meyer AG…. mit Energie unterwegs
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