Marktinformationen Freitag, 24. Juli 2026
Heizölpreise weiterhin deutlich steigend .... und erreichen somit den höchsten Stand seit Mitte Mai 26'
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern wieder massiv verteuert. Die Brent-Rohöl-Futures überschritten dabei erstmals seit längerer Zeit wieder die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Somit steigen auch die Heizöl-Notierungen weiter an und setzen ihren Aufwärtstrend der letzten Tage fort.
Aktuelle Lage am Markt
Nachdem inzwischen auch die Passage durch das Rote Meer aufgrund der anhaltenden Bedrohung durch die Huthi-Miliz als unsicher gilt und die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter schwinden, steht der Ölmarkt vor einer erneuten Neubewertung der Versorgungslage.
Zusätzlichen Preisdruck erzeugen weitere Angebotsausfälle. So wurde ein Verladeterminal im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk geschlossen. Gleichzeitig belasten die anhaltenden Produktionsausfälle der russischen Ölindustrie infolge ukrainischer Drohnenangriffe den Weltmarkt. Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist inzwischen auf den niedrigsten Stand seit Mai zurückgegangen. Zusammengenommen hat sich die Versorgungslage deutlich stärker angespannt als noch zu Beginn des Konflikts Anfang März.
Vor diesem Hintergrund überrascht der jüngste Preisanstieg kaum. Vielmehr richtet sich der Blick inzwischen auf die Frage, wie weit die aktuelle Aufwärtsbewegung noch reichen kann.
Aussichten / Empfehlung
Auch in der Schweiz macht sich die Entwicklung an den internationalen Energiemärkten zunehmend bemerkbar. Zwar wird Heizöl hierzulande in Schweizer Franken gehandelt, dennoch orientieren sich die Einkaufspreise der Importeure unmittelbar an den internationalen Rohöl- und Gasölnotierungen sowie an der Entwicklung des US-Dollars.
Die Kaufaktivität seitens der Verbraucher ist seit Wochen ausgesprochen gering. Im Ausblick sieht es nicht danach aus, dass es in den nächsten Wochen zu einer Lösung um die Öltransporte aus dem Nahen Osten kommen kann. Daher wird ein grösserer Preisrückgang beim Heizöl nicht innert Wochen erfolgen. Ab Mitte September 2026 startet dann bereits wieder die Heizsaison, die Nachfrage wird dann wieder ansteigen.
Voegtlin-Meyer AG …. mit Energie unterwegs
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