Marktinformationen; Freitag, 06. Februar 2026
Schwankende Ölpreise durch Konflikte und Kältewelle
Die Preise an den internationalen Ölbörsen bleiben stark von politischen Nachrichten und Gerüchten geprägt. So kam es gestern Abend zu einem deutlichen Preisanstieg, nachdem Berichte die Runde machten, wonach geplante Gespräche zwischen den USA und dem Iran angeblich abgesagt worden seien. Diese Spekulationen sorgten kurzfristig für erhebliche Nervosität an den Märkten. Wenig später dementierte der iranische Außenminister die Meldung jedoch und stellte klar, dass die Gespräche weiterhin geplant seien, was die Preise wieder etwas beruhigte.
Aktuelle Lage am Markt
Seit gestern läuft außerdem in Abu Dhabi die zweite Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA. Bereits im Vorfeld machte der Kreml deutlich, dass es nach dem ersten Verhandlungstag keine offiziellen Stellungnahmen geben werde. Eine schnelle Einigung auf ein Friedensabkommen gilt daher als wenig wahrscheinlich. Parallel dazu hat Russland seine Angriffe auf ukrainische Ziele zuletzt wieder intensiviert, während der ukrainische Präsident erneut stärkere militärische Unterstützung von den Vereinigten Staaten fordert. Auch dieser geopolitische Konflikt bleibt ein wichtiger Belastungsfaktor für die Energiemärkte.
Auf der Angebotsseite wirkte sich kurzfristig eine Kältewelle in den USA aus. Der starke Wintereinbruch führte dazu, dass die amerikanische Rohölproduktion in der letzten Januarwoche auf den niedrigsten Stand seit Mitte November 2024 fiel. Die Reaktion der Ölbörsen blieb jedoch vergleichsweise verhalten, da viele Marktbeobachter davon ausgehen, dass sich die Fördermengen mit milderen Temperaturen rasch wieder normalisieren werden.
Im Fokus steht heute zudem die Entscheidung der Europäischen Zentralbank. Eine Veränderung der Leitzinsen wird allgemein nicht erwartet. Umso gespannter sind die Marktteilnehmer auf mögliche Aussagen zur kräftigen Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, die ebenfalls Einfluss auf die Rohstoffpreise haben könnte.
Aktuell notieren die Ölpreise an den großen Handelsplätzen deutlich unter den Höchstständen vom Vortag. Gleichzeitig besteht noch Spielraum nach unten, bevor die Tiefststände vom Mittwoch erreicht werden. Auf dem Binnenmarkt zeigen sich die Preise im Vergleich zu gestern bislang uneinheitlich, eine klare Richtung ist hier noch nicht erkennbar.
Aussichten
Heute Freitag-Morgen starten die Heizölpreise mit leichten Aufschlägen in den Tag. Es werden Aufwärtskorrekturen in einer Grössenordnung von ca. 20 Rappen per 100 Liter erwartet. Somit bietet sich wieder eine gute Gelegenheit, das Heizöl auf Frühling/Sommer zu kaufen.
> nächstes Update; Montag, 09. Februar 2026
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